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Im Jahr 1893 begann der damals zwanzigjährige Leo Frobenius die Arbeit an der "Ethnologischen Exzerptur", die er mit Hilfe seiner Mitarbeiter bis zu seinem Tod fortführte.

KarteikartenDen Grundbestand dieses wissenschaftlichen Apparates bilden Literaturauszüge aus der Handbibliothek Frobenius'. Die 90.000 handgeschriebenen Karteikarten folgen einer Systematik, die nach "ethnologischen" bzw. "ethnographischen" Merkmalen ordnet. Frobenius' "Zettelkasten" blieb jedoch nicht der einzige dieser Art.

Die Vorbereitung einer ins südliche Afrika führenden Expedition (D.I.A.F.E. IX) gab 1928 den Anlass für ein neues Systematisierungsvorhaben. Das zunächst "Archiv für Folkloristik" und später "Mythologische Exzerptur" genannte Karteikartensystem umfasst ca. 100.000 Einträge. Die angestrebte Vollständigkeit dieses Apparates sollte es ermöglichen, die Grundlagen von Märchen und Mythen zu studieren. Die Mythologische Exzerptur ist über eine Findliste erschlossen.

Exzerptur

Eine ähnliche Thematik verfolgte das von Hermann Baumann angelegte Afrikanische Mythen- und Märchenarchiv (AMMA), das als Leihgabe der DFG vom Frobenius-Institut betreut wird. Das AMMA umfasst etwa 3300 Märchen, die nach 3500 Motiven geordnet wurden. Baumanns Ordnungskriterien bildeten die Grundlage für das Atlas Africanus Projekt der späten 60er Jahre.

 

Die Exzerpturen werden von Dr. Richard Kuba betreut und können nach Anmeldung konsultiert werden.

 

 




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