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Roland HardenbergAb 1. Januar 2017 ist Prof. Dr. Roland Hardenberg neuer Direktor des Frobenius-Instituts.

Er befasst sich mit der Erforschung sozio-kultureller Strukturen in Süd- und Zentralasien. Sein Interesse gilt kulturspezifischen Ideen und Werten, die den Rahmen für soziale Praxis bilden. Ausgehend von ethnographischen Untersuchungen in Indien (vor allem in Odisha) und in Kyrgyzstan (insbesondere am Issyk Köl) zielt seine Forschung auf das Verstehen lokaler Praktiken, welche Ausdruck geteilter sozio-kosmischer Vorstellungen sind. Sein besonderes Augenmerk gilt jenen kulturellen Phänomenen, die aus Sicht lokaler Gemeinschaften besonders eng mit eigener Identität und Weltsicht verknüpft sind. In Indien und Kyrgyzstan gehören dazu insbesondere religiöse Praktiken wie Tempelrituale, Opferzeremonien, Pilgerschaften und Bestattungen sowie Austauschbeziehungen, die auf spezielle Konzeptionen von „Verwandtschaft“, „Freundschaft“, „Nachbarschaft“ etc. schließen lassen. Hardenbergs Ansatz ist vergleichend, mit dem Ziel, kulturelle Differenzen und Gemeinsamkeiten zu verstehen. In methodischer Hinsicht arbeitet Hardenberg mit Techniken der empirischen Feldforschung im Rahmen langfristiger stationärer Aufenthalte vorwiegend in ländlichen Gebieten Süd- und Zentralasiens. Hardenbergs systematische Beiträge zur Ethnologie umfassen Themen wie Kulturvergleiche, Gabentausch, Hierarchie, Hausgesellschaften und ‚New Kinship‘. Im Rahmen des Sonderforschungsbereiches SFB 1070 an der Universität Tübingen hat Roland Hardenberg zusammen mit anderen Wissenschaftler*innen kulturwissenschaftliche Ansätze zu Ressourcen entwickelt und Konzepte wie „RessourcenKomplexe“, „RessourcenKulturen“ und „RessourcenGefüge“ erarbeitet. Auf der Grundlage vergleichender ethnologischer Studien zu rituellen Ökonomien hat er den Begriff des „sozio-kosmischen Feldes“ geprägt.

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