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Bedenkt man die bewegte Ausstellungsgeschichte der Bilder kann der schlechte Zustand insbesondere der großformatigen Bilder kaum verwundern. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg waren Teile der Sammlung auf zahlreichen Ausstellungen gezeigt worden. In verschiedenen deutschen Städten aber auch in Paris, Brüssel, Amsterdam, Zürich, Johannesburg und New York begeisterten die ungewöhnlichen Bilder ein breites Publikum. Die Ausstellung von 150 Felsbildkopien im New Yorker Museum of Modern Art war so erfolgreich, dass die Bilder 1937-39 auf eine zweijährige Tour durch 31 US-Städte gingen und sogar in Honolulu gezeigt wurden – es war das erste Mal, dass das amerikanische Publikum mit prähistorischer Kunst in dieser Form in Berührung kam. All dies war vom Frobenius-Institut organisiert worden, das als kleines Forschungsinstitut museale Aufgaben nur eingeschränkt wahrnehmen konnte.

Die nachteilige Aufbewahrung der Bilder in den letzten Jahrzehnten hatte die Situation verschlimmert.Bei der letzten großen Ausstellung, 1996 im Wiesbadener Landtag, war unübersehbar, dass eine Staubschicht die Exponate verdunkelte, dass Ränder eingerissen waren und Farbschichten sich abzulösen begannen. Eine kostspielige Restaurierung schien unumgänglich und die prekären Lagerungsbedingungen mussten dringend verbessert werden. Im Jahre 2007 hat die Frankfurter Goethe-Universität den vorgesehenen Archivraum sachgerecht umgebaut. Da die Deutsche Forschungsgemeinschaft grundsätzlich keine Gelder für Restaurierung und angemessene Lagerung zur Verfügung stellt, galt es, dafür andere Finanzierungsmöglichkeiten zu finden. Zusammen mit einem renommierten Atelier für Papierrestaurierung wurde ein Restaurierungskonzept erarbeitet und erste Sponsoren aus der Privatwirtschaft gefunden.

Als besonderes Dankeschön dürfen die Spender die mit ihrer Hilfe restaurierten Bilder für ein halbes Jahr bei sich aufhängen. Nicht zuletzt durch solche Aktionen gelang es, auch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst von dem Projekt zu überzeugen. Es stellte 2008 die Summe von 90.000 Euro für Restaurierung gefährdeter Bilder und neue Planschränke zur horizontalen Aufbewahrung der bislang vertikal gelagerten Mittelformate zur Verfügung. Mittlerweile ist das das gesamte Felsbildarchiv und das ethnographische Bildarchiv des Frobenius-Instituts in einer, für universitäre Sammlungen vorbildlichen Weise gelagert. Im Jahre 2014 stellte die Kulturstiftung der Länder eine Summe von über 24.000 Euro für die Restaurierung von einigen großformatigen Felsbildkopien zur Verfügung.

Schraenke neu

Foto: Tom Stern




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