Frobenius-Institut Logo

Fotoarchiv

Betreuer des Fotoarchivs ist Peter Steigerwald. Das Fotoarchiv besteht im Wesentlichen aus den historischen Originalnegativen auf Glas- und Filmträger, vom Kleinbild- bis zum 13x18-Format. Es umfaßt überwiegend Schwarzweiß-Aufnahmen, die von Teilnehmern der verschiedenen Forschungsreisen des Instituts von 1904 bis in die achtziger Jahre angefertigt wurden. Die Gesamtzahl der Aufnahmen beträgt über 60 000. Ein Großteil davon wurde in Afrika aufgenommen, die übrigen Aufnahmen gehen auf Reisen nach Australien, Ozeanien, Südamerika, Europa und Asien zurück.

Ein Teilbestand an frühen Fotoabzügen und die ersten Kataloge wurden im Zweiten Weltkrieg vernichtet. Die nach dem Krieg rekonstruierten bzw. für die jüngeren Reisen neu erstellten mehr als 100 „Fotokataloge“ (Reisealben) stellten bis zum Aufkommen der digitalen Bilderschliessung die wichtigste Grundlage für Recherchen im Fotoarchiv dar. Diese Kataloge können weiterhin nach Terminvereinbarung eingesehen werden. Einen direkten Zugang ermöglicht die Online-Bilddatenbank des Frobenius-Instituts. Sie enthält in der Mehrzahl die digitalisierten kleinformatigen Abzüge der Kataloge, die mit einigen einfachen Erfassungsmerkmalen versehen vorliegen. Die Verbesserung der Bildwiedergabe erfolgt sukzessiv über die Digitalisierung der Negative bzw. davon abgeleiteter Filmpositive, eine tiefer gehende inhaltliche Erschliessung steht noch aus.

Ebenfalls dem Fotoarchiv zugeordnet ist eine ursprünglich für Lehrzwecke angelegte Diathek. Sie enthält neben Diapositiven, die von den alten Expeditionsnegativen oder anderen Vorlagen angefertigt wurden, auch Originalaufnahmen von Forschungsreisen ab den fünfziger Jahren. Schwerpunkt bilden Aufnahmen aus Äthiopien aber auch Motive aus Nordafrika, Westafrika, Südamerika, Neuguinea und Indien sind zu finden. Die Diathek ist rudimentär ebenfalls über die Online-Bilddatenbank erschlossen.

Daneben gibt es kleinere Konvolute aus Schenkungen und Nachlässen, mit deren Erschliessung begonnen wurde und die zukünftig verstärkt fortgesetzt werden soll.
Schließlich existieren rund 3.800 Vintage-Abzüge unterschiedlicher Größe, z.T. passepartouriert, die allerdings archivarisch schon zu einem frühen Zeitpunkt dem Ethnographischen Bildarchiv bzw. dem Felsbildarchiv zugeordnet wurden. Sie sind ebenfalls über die Online-Bilddatenbank einsehbar und relativ gründlich erschlossen

Die Ansprüche an die Erhaltung des Fotobestandes sind hoch, die konservatorischen Anforderungen vielfältig. Die Negative sind in einem eigenen klimatisierten Raum untergebracht. Zudem unterhält das Frobenius-Institut als eine der wenigen Forschungseinrichtungen noch ein eigenes Fotolabor und legt neben der digitalen Erfassung Wert auf eine zusätzliche analoge Sicherung der Bildinhalte. So werden die alten Negative bei Bedarf und im Zusammenhang mit Fotoanfragen zu Filmpositiven umkopiert, welche den Anforderungen hinsichtlich der angestrebten Haltbarkeit für eine Langzeitarchivierung genügen.

Informationen zur Bildbestellung.