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Neue Nachlässe

Bernatz NLDas Frobenius-Institut hat zwei neue Nachlässe für das Nachlassarchiv erhalten:
zwei Lithografien von Johann Martin Bernatz (1802 – 1878) und die Brief-Korrespondenz des Ehepaars Kleist-Beck.

Das Nachlassarchiv enthält insbesondere Feldtagebücher, wissenschaftshistorisch bedeutsame Korrespondenzen und umfangreiche Exzerpturen von bedeutenden Ethnologinnen und Ethnologen. Die Digitalisierung der Nachlässe macht diese online recherchierbar:
http://archiv.frobenius-katalog.de/

Das Archiv steht für Vor- oder Nachlässe bedeutender Ethnologen und Ethnologinnen
weiterhin offen.

 

Nachlass Bernatz

Johann Martin Bernatz (1802 – 1878) reiste in den 1840er Jahren als einer der ersten Maler ins südabessinische Hochland. Später illustrierte er afrikanische Reiseberichte wie den von Heinrich Barth. Rund achtzig seiner wertvollen Original-Lithografien aus Äthiopien befinden sich im ethnografischen Bildarchiv des Instituts. Nun sind im Nachlass eines ehemaligen Institutsdirektors zwei verschollen geglaubte Bernatz-Werke aufgetaucht, die dem Institut geschenkt wurden.

Nachlass Kleist-Beck

Die Künstlerin Gerta Kleist (1911 – 1998) hatte an der Frankfurter Städelschule studiert, bevor sie Leo Frobenius Mitte der 1930er Jahre engagierte, um Felsbilder in Norditalien und im Australischen Kimberley zu kopieren. Sie heiratete den Ethnologen Walter Beck, den sie an Frobenius’ Institut kennengelernt hatte. Die Kinder des Ehepaars haben jüngst den brieflichen Nachlass ihrer Eltern dem Institut vermacht. Insbesondere die Korrespondenz zur Australien-Reise von Gerta Kleist soll nun in einem gemeinsamen Projekt mit australischen Aboriginal Corporations ausgewertet werden.