Die deutschen ethnografischen Expeditionen in den australischen Kimberley

Foto: Martin Porr

Forschungsgeschichtliche Bedeutung, digitale Repatriierung und gemeinsame Interpretation des indigenen Kulturerbes.

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und University of Western Australia (Perth)
Förderzeitraum: Februar 2021 bis Januar 2024

Projektleitung: Dr. Richard Kuba und Ass. Prof. Martin Porr (University of Western Australia); Projektmitarbeiter/In: N.N.

 

Ziel dieses Projektes, das auf Initiative mehrerer Aboriginal corporations hin konzipiert wurde, ist eine systematische Bewertung der deutschen ethnografischen Expeditionen in den Nordwesten Kimberleys, die 1938-1939 vom Institut für Kulturmorphologie (Frankfurt a.M.) und 1954-1955 vom Münchner Museum für Volkerkunde ausgingen.

Diese Expeditionen wurden beide von Forschern durchgeführt, die ursprünglich mit Leo Frobenius verbunden waren, und sie gehörten zu den ersten ethnografischen Expeditionen in diesem Teil Australiens. Sie waren auch die ersten, die speziell Felsbilder und die zu ihnen gehörenden Erzählungen aufnahmen. Darüber hinaus haben die Expeditionen große Mengen an Archivalien, ethnografischen Objekten, Felsbildkopien und Fotografien hervorgebracht. Dieses Material soll den Mitgliedern der betroffenen Aborigines-Gemeinschaften auf kulturell sensible Weise zur Verfügung gestellt und gemeinsam mit modernen kritischen Methoden ausgewertet werden.