ASIA Annual Conference 2025, Venice, 15.-18. Dezember 2025.
In der klassischen ethnologischen Forschung wird die Erwähnung von Pflanzen in der Regel mit der Beschreibung menschlicher Praktiken (mit Wirtschaftspraktiken, Heilpraktiken und Ritualen) in Verbindung gebracht, die den eigentlichen Schwerpunkt der Forschung bilden. In unserem Panel haben wir versucht, solche Praktiken, das dafür erforderliche Wissen und die damit verbundenen Beziehungen aus einer pflanzenzentrierten Perspektive zu betrachten: Wie haben Pflanzen und Menschen im Laufe der lokalen Geschichte koexistiert? Wie haben sie sich gegenseitig geprägt? Welches Wissen über Pflanzen wurde über Generationen hinweg in welcher Form weitergegeben (z. B. durch mündliche Überlieferungen, landwirtschaftliche Praktiken, Kunst usw.)? Welche neuen Erkenntnisse lassen sich gewinnen, wenn man historische und zeitgenössische Pflanzen und ihre Rolle und Verwendung im zentralasiatischen und kaukasischen Kontext betrachtet? Und wie wird Pflanzenwissen in der Politik im Kaukasus genutzt?
Panelbeiträge:
Listening to Thyme: A multi-species lecture performance about pastoral ecosystems in the South Caucasus
Dr. Anja Salzer (Faculty of Design and Art, Free University of Bozen-Bolzano, Italy)
The Mulberry Tree as a Microhistory of the City’s Past and Modernization
Dr. Hamlet Melkuman (Department for Cultural Anthropology, IAE, Erivan, Armenia)
Exploring trees and tree planting as diasporic collective actions in Armenia
Dr. Tsypylma Darieva (ZOiS, Berlin)
Pomegranate Roads
Prof. Dr. Susanne Fehlings (Frobenius Institute for Research in Cultural Anthropology, Frankfurt am Main, Germany)
Radio Seeds – Investigations into Plant Knowledge in Armenia
Gabi Schaffner (Datscha Radio)



