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Entwurf eines Datenmanagementplans für archäologische Forschungsprojekte im Frobenius-Institut

PotteryProjektleitung: Prof. Dr. Roland Hardenberg

Projektmitarbeiter: Carlos Magnavita

Laufzeit: Januar 2025 – September 2025

Förderung: Hahn-Hissink'schen Frobenius-Stiftung

Neben der Publikation von Forschungsergebnissen gehört heute auch das Verwalten von Forschungsdaten zur guten wissenschaftlichen Praxis. Vor allem große Forschungsförderinstitutionen im In- und Ausland wie die DFG, das BMFTR und der ERC verlangen bei der Antragstellung neuer Projekte einen Plan zum Umgang mit Daten, die im Rahmen von Forschungstätigkeiten generiert werden. Als drittmittelstarke Einrichtung erkannte auch das Frobenius-Institut diese neue Forschungsrealität und ergriff daher Maßnahmen, um die Organisation, Struktur und Kapazitäten des hauseigenen Forschungsdatenmanagements (FDM) zu verbessern.

Einer der vier thematischen Forschungsschwerpunkten des Frobenius-Instituts ist die „Kulturanthropologische Archäologie und historische Ethnologie“, ein Forschungsbereich, der sich äußerst stark durch Drittmittelanträge finanziert. Angesichts dieser Besonderheit und der Tatsache, dass einige archäologische Projekte Teil des Schwerpunkts sind, wurde es hinsichtlich der Erfüllung der neuen Vorgaben zum Forschungsdatenmanagement (FDM) ein auf die Archäologie zugeschnittenes, neunmonatiges Projekt realisiert. Das von der Hahn-Hissink’schen Frobenius Stiftung geförderte Projekt hatte das Ziel, einen möglichst umfassenden und universellen Plan bzw. eine Vorlage für das Forschungsdatenmanagement (FDM) für aktuelle und künftige Projekte im Bereich der kulturanthropologischen Archäologie zu entwerfen. Auf der Basis vorhandener Forschungsdaten eines bis Juni 2025 laufenden archäologischen Drittmittelprojekts im Institut wurden die Grundlagen dieses Plans erarbeitet und umgesetzt. Herzstück des Plans ist die Erfassung verschiedener Forschungsdatentypen, die Vorbereitung dieser Daten, das Deskribieren der dazugehörigen Metadaten und schließlich das Hochladen der Datenpakete auf ein geeignetes Forschungsdatenrepositorium. Ein Forschungsdatenrepositorium ist ein digitaler Speicherort für wissenschaftliche Daten, der deren Speicherung, Veröffentlichung, Zugänglichkeit und langfristige Archivierung (mindestens 10 Jahre) ermöglicht. Besonders wichtig ist, dass diese Daten bei deren Veröffentlichung mit eindeutigen persistenten Identifikatoren (DOIs) versehen werden, um sowohl ihre Zitierfähigkeit als auch ihre Auffindbarkeit zu garantieren.

Für die im Rahmen des Projekts veröffentlichten Forschungsdaten wurde das institutionelle Repositorium der Goethe-Universität (GUDe) ausgewählt. Mit dieser Institution hat das Frobenius Institut bereits eine Kooperationsvereinbarung in verschiedenen Bereichen abgeschlossen. Für Forschungsdaten künftiger archäologischer Projekte im Institut empfiehlt es sich daher ebenfalls, GUDe als Zielrepositorium zu nutzen – insbesondere aufgrund des (noch) kostenlosen Angebots und des vergleichsweise einfachen Veröffentlichungsprozesses.