Laufende Projekte

In der Vergangenheit war das Frobenius-Institut zunächst auf Studien zur Geschichte und Gegenwart verschiedener Gesellschaften Afrikas spezialisiert. Seit dem Bestehen des Instituts sind jedoch fortlaufend weitere Forschungsregionen hinzugekommen, u.a. Ozeanien, Südostasien, Süd- und Zentralasien. Dies entspricht dem Anspruch des Instituts, eine global ausgerichtete Forschungseinrichtung zu sein.

Zum Verhältnis von kultureller Fremd- und Selbstwahrnehmung in Neubritannien

Projektleiter und wissenschaftlich Hauptbeteiligter: Prof. apl. Dr. Holger Jebens

Auf der Basis von langfristiger Feldforschung und Archivstudium werden vor allem so genannte Cargo-Kulte und Maskentänze in West New Britain (Papua-Neuguinea) als Ausdruck der indigenen Fremd- und Selbstwahrnehmung interpretiert und auf die westliche Fremd- und Selbstwahrnehmung bezogen, so wie es sich in den ethnologischen Untersuchungen der erwähnten Cargo-Kulte und Maskentänze artikuliert. Dabei erweist sich das Verhältnis zwischen Erforschten und Forschern als eines der wechselseitigen Beeinflussung.

Christlicher Fundamentalismus im südlichen Bergland von Papua-Neuguinea

Projektleiter und wissenschaftlich Hauptbeteiligter: Prof. apl. Dr. Holger Jebens

In Anlehnung an die sich seit einigen Jahren herausbildende "anthropology of Christianity" und auf der Basis von langfristiger Feldforschung im südlichen Bergland von Papua-Neuguinea wird das Verhältnis zwischen alteingesessenen und neu hinzugekommenen sowie fundamentalistisch ausgerichteten Formen des Christentums untersucht. Dabei artikulieren sich in religiöser Form Spannungen zwischen den Geschlechtern, zwischen den Generationen sowie zwischen "gewöhnlichen" Männern und so genannten Big Men.

 

  • 1
  • 2